Umwelt retten im Y2K-Look bei „Don’t Stop, Girlypop“

„Don’t Stop, Girlypop“ ist ein rasantester Y2K-Arena-Movement-Shooter, in dem Stehenbleiben wortwörtlich keine Option ist. Doch der Reihe nach. Die Geschichte des Spiels lässt sich schnell zusammenfassen. Wir kämpfen in dem Ego-Shooter gegen den Bergbaukonzern Tigris Nix. Dieser klaut nämlich die „Liebe“ (aka „The Love“). In den Arenen, durch die man sich kämpfen muss, begegnen einen Roboter und andere Wesen. Vernichtet man diese, wird „Liebe“ freigesetzt.

Die Spielwelt, in der sich der Spieler bewegt, ist dabei nichts für Menschen, die eine Farbenallergie haben. Denn alles ist knallbunt und zelebriert eine hübsche 90s bis Millennium Ästhetik. Flip-Phones inklusive. Gleichzeitig dröhnt aus den Boxen der titelgebende Girlypop, während man mit der Protagonistin durch die Gegend flitzt und tunlichst nicht anhalten sollte. Denn das ist der Clou in dem Game: Die Geschwindigkeit der Bewegung bestimmt, wie viel Schaden man austeilt und wie stark man sich heilt. Dabei lassen sich unterschiedliche Techniken nutzen – wie etwa das sogenannte Wave Hopping. Zudem wird der klassische Bunny Hop mit modernen Ground Slam-, Dash- und Double Jump-Mechaniken kombiniert. Gleichzeitig lernt der Spieler mit jedem Abschnitt, den er meistert, neue Techniken dazu – oder bekommt neue Waffen, die sich in allen möglichen Variationen miteinander kombinieren lassen. Das kann mitunter ziemlich überfordert sein.

Apropos Waffen: Für das persönliche Y2K-Gefühl lassen sich die Waffe mit allerleid Kleinkram verzieren – etwa mit Spielzeughaien oder Strasssteinchen.

Das Ergebnis ist ein Spielgefühl, das sich eher wie ein wilder Pop-Konzert-Moshpit anfühlt als wie ein klassischer Shooter: chaotisch und laut – und manchmal auch etwas überfordernd. Denn zwischendurch fragt man sich durchaus, ob man nicht einfach ein paar mehr Hände und deutlich mehr Finger bräuchte, um alle Tastenkombinationen zu hitten, die das Spiel von einem verlangt.

Gleichzeitig versucht „Don’t Stop, Girlypop“ mehr zu sein als nur ein stylisher Boomer-Shooter im Zuckerguss-Look. Hinter all den Herzchen und dem pinken Chrome steckt eine klar erzählte Umweltfabel über den Kampf gegen den Konzern.

Die Entwickler hinter dem Spiel

Funny Fintan Softworks ist ein Team aus den zwei Entwicklern in Perth und Boorloo in Westaustralien Jane und Rachel, die mittlerweile von einer Gruppe weiterer Menschen unterstützt werden. Seit der Gründung durch Jane 2020 arbeitet das Team am Ego-Shooter, der ursprünglich als Schulprojekt in der zehnten Klasse ins Leben gerufen, wurde. Mittlerweile hat es sich jedoch zu einem Vollzeitprojekt erweitert, das von Screen Australia und Screenwest unterstützt wird. Veröffentlicht wird das Spiel von Publisher Kwalee.