Fünf Puzzle-Spiele für zwischendurch

Screenshot aus Walk the Frog.

Walk the Frog

Wer Frösche mag, keine Phobie gegen Haftnotizen hat und sich in der Point & Click Welt zuhause fühlt, für den ist „Walk The Frog“ genau das richtige Spiele. Als Frosch Froggo ordnet ihr in diesem liebevollen Puzzle-Abenteuer handgezeichnete Landschaften neu an, baut Wege zusammen und helft verschiedenen Tieren bei ihren kleinen Problemen. Das Spielprinzip bleibt angenehm simpel, hat aber genug Abwechslung, um über die gesamte Reise zu tragen. Besonders gut funktioniert die entspannte Atmosphäre: Es gibt keinen Zeitdruck und keine klassischen Fehlschläge. Stattdessen lädt Walk The Frog dazu ein, in aller Ruhe zu tüfteln und Froggo auf seinem Weg zurück zu seinem besten Freund Buddy zu begleiten.
Walk The Frog richtet sich weniger an Puzzle-Profis als an Spielende, die eine zugängliche, kurze und herzliche Reise mit entspannter Spielmechanik suchen.

Locktale


Locktale ist ein kleines aber feines Indie Spiel, bei dem es darum geht verschlüsselte Texte zu knacken. Die Rätsel bauen dabei aufeinander auf, so werden zum Beispiel bereist bekannte Verschlüsselungen später miteinander kombiniert. Das Spiel hat ein individuell einstellbares Hilfesystem, damit man nicht zu sehr verzweifelt, wenn man mal nicht weiterkommt. Zusammengehalten wird das ganze durch eine Geschichte, die in den einzelnen Textpassagen nach und nach erzählt wird. Ganz nebenbei lernt man noch was über Kryptographie. Leider ist es bisher nur auf Englisch und Französisch erschienen, ist es aber für jeden, den das nicht abhält einen Blick wert.


Duck Detective


Die Duck Detective Spiele sind kurze Detektiv-Spiele, bei denen man in die Rolle eines Entendetektivs schlüpft. Wie es sich gehört bringt das Leben als Entendetektiv eine zerbrochene Ehe und eine schrecklich Sucht nach Weißbrot mit sich. Die beiden bisher erschienen Spiele in der Reihe sind kurz, bringen aber eine ganze Menge Humor mit. Rätsel löst man, indem man Hinweiswörter sucht und dann an der richtigen Stelle einsetzt, um eine sinnvolle Lösung zu
kombinieren, ähnlich wie auch in „The Case of the Golden Idol“.


In Case of Fraud


Wer Spaß mit „The Roottrees are Dead“ hatte und mehr davon möchte, den sei „In Case of Fraud“ empfohlen. Wieder geht es darum, Materialien zu sichten und zu kombinieren, wie die einzelnen Personen zueinander in Beziehung stehen. Diesmal sollen wir allerdings nicht einen Stammbaum zusammenstellen sondern das Organigram einer Tierhandlung (inklusive Haustiere). Das Spiel ist
recht kurz (ca. 3-4 Stunden, ja nachdem wie gut man sich anstellt) und bisher auf Englisch erschienen.

Blue Prince

Ok, Blue Prince eignet sich vielleicht nicht ganz für „zwischendurch“, macht aber dennoch Spaß. Das Game steckt euch in die Rolle von Simon, der das Anwesen Mt. Holly erbt – allerdings nur unter einer Bedingung: Er muss den sagenumwobenen 46. Raum (japp, leider nicht den 42.) finden. Dafür erkundet ihr das Herrenhaus aus der Ego-Perspektive und entscheidet bei jeder neuen Tür, welchen von den zufällig angebotenen Räumen ihr sozusagen an eure Mappe anlegt. So entsteht das Anwesen bei jedem Durchlauf neu. Aber Achtung: Bei dem Spiel ist es definitiv ratsam, sich ganz oldschoolig Notizen zu machen. In den verschiedenen Räumen gibt es nämlich diverses zu entdecken – verschlossene Schatullen, kleine Rätsel, Dokumente. Da ist es ohne eigene Notizen zwischendurch etwas schwierig, wenn nicht sogar unmöglich den Überblick zu behalten.
Wie auch die Entdeckungen, die man im Laufe der Geschichte macht, fügt sich die Handlung mehr und mehr zusammen. Ein außergewöhnlich kreatives und atmosphärisches Mystery-Spiel, das mit jedem gelüfteten Geheimnis faszinierender wird.