Nintendo hatte bei der diesjährigen Gamescom allerhand Spiele im Gepäck. Wir haben in „Nintendo Switch Sports Resort“, „007 First Light“ und „Orbitals“ reingespielt.
Nintendo Switch Sports Resort
Auf der Gamescom 2026 durften wir auf der Nintendo Switch 2 den neuesten Ableger der beliebten Sportreihe genauer ansehen: Nintendo Switch Sports Resort. Das Spiel führt uns zurück nach Wuhu Island und hat gleich wieder einige Sportarten im Gepäck – darunter das herrlich alberne Daumenringen. Joy-Con in die Hand, Daumen nach oben und kräftig schütteln. Sollte der andere Spieler den Daumen gepackt kriegen, hilft eine blitzschnelle Reaktion, um sich zu befreien. Spielerisch ist das natürlich nicht deep, macht aber zwischendurch ziemlich viel Spaß – und darf sicher später auf keiner Party fehlen.
Auch ein paar Minuten Bowling durften wir uns gönnen – und waren überraschend gut mit einigen Strikes hintereinander. Auch da ist die Devise wieder: Joy-Con in die Hand, ausholen und die Bowlingkugel auf ihre Reise schicken. Zielen hilft dabei tatsächlich auch. Nintendo erfindet das virtuelle Bowling damit nicht neu, aber das muss es auch gar nicht. Alle Sportarten, die wir ausproben durften, waren einfach zugänglich. Kurze Tutorial-Videos und -Animationen zu Beginn machen den Einstieg umso leichter (wenn der Mitspieler nicht gerade sehr ungeduldig ist und schnell weiter drückt). Kinder, Eltern, Freunde oder Menschen, die sonst kaum Videospiele spielen – alle können sofort mitmachen. Diese einfache, aber wirkungsvolle Formel funktioniert auch auf der Switch 2.
Als wir das Bogenschießen ausprobieren, fühlt es sich beinahe an, als hätten wir wirklich einen Bogen in der Hand. Während man mit einem Joy-Con das Sportgerät virtuell hält, spannt man es mit dem anderen. Zielen fällt dabei relativ leicht und so wird unser Duell beinahe eine knappe Kiste.
Orbitals
„Das sieht aber wirklich schön aus hier!“
„Ja, aber du musst trotzdem erstmal den Hebel da vorne ziehen.“
„Erst wenn du mir endlich mal den Weg freigeschossen hast.“
„Jaa warte, es ist gerade noch so schön hier!“
Ungefähr so kann man sich unser Spielerlebnis von Orbitals vorstellen. Das neue Koop-Puzzle-Adventure von Kepler Interactive tritt in die Fußstapfen von Genre-Größen wie It Takes Two oder Split Fiction und setzt auf clever designte Puzzles, die durch leichtes Platforming miteinander verbunden werden. Als kurz vor der Gamescom ein Musikvideo aus dem Orbitals-Universum erschienen ist, war uns schon klar, dass wir nicht mehr auf den Release warten können und es schon vorher antesten müssen. Auf der Messe war es zurecht eines der begehrtesten Nintendo Games und auch wir waren ganz gespannt auf unser erstes gemeinsames Koop-Abenteuer.

Gespielt wird als die beiden Weltraum-Erkunder:innen Maki und Omura, die gemeinsam eine Weltraumstation vor einem zerstörerischen Sturm beschützen sollen. Dazu wird asymmetrisches Gameplay aus der Third Person eingesetzt, innerhalb dessen Verlaufs diverse Werkzeuge und Gadgets gemeistert werden müssen, um voranzukommen. In der Gamescom-Demo waren das beispielsweise ein Wasserwerfer und ein Greifhaken, die uns Luken geöffnet oder Propeller angetrieben haben. Später kam noch ein Laserstrahler dazu, der Energiereserven auffüllen konnte oder Eis schmelzt. Das Spiel ist als zugängliche und eher kurze Experience designt worden, weswegen keines der Puzzle je frustrierend wird. Trotzdem konnten wir nicht einfach so durch alles durchrennen und mussten ab und zu schon eine Weile überlegen, wie wir denn weiterkommen könnten. Angenehm ist hier vor allem, dass sämtliche Gadgets stets untereinander getauscht werden können, sodass keine Rolle fest vorgegeben ist.
Dennoch unterscheiden sich Maki und Omura stark in ihrer Persönlichkeit voneinander, was auf die größte Stärke des Spiels hinweist: Das Storytelling und die Visuals. Orbitals ist nicht nur ein Spielerlebnis, es präsentiert sich gleichzeitig auch als Filmerlebnis. Der Art Style lässt sich am besten beschreiben als 90s Retro Anime und ist inspiriert von Neon Genesis Evangelion, Dragon Ball und Cowboy Bebop. Auch die Story mutet filmisch an und zeigt sich Ghibli-esque mit den beiden quirky Protagonist:innen und ihrem niedlichen Katzen-Sidekick. Die Cutscenes machen ihrem Namen alle Ehre und beeindrucken mit wunderschönem Look und Sound, was nicht zuletzt an der fantastischen Arbeit von Studio Massket liegt – dem Studio hinter Animes wie Lycoris Recoil. Und immer besonders wichtig: Die Katze kann auf den Arm genommen werden!
007: First Light
Zu guter Letzt konnten wir einen kleinen Einblick in 007 – First Light für die Switch 2 erhaschen. In dem Spiel geht es um den langen Weg, wie aus James Bond der legendäre Agent 007 wurde. Der Anfang stellt sich dann auch erst mal sehr dramatisch dar: Wir befinden uns als James Bond gerade in einem Hubschrauber-Einsatz über Island als dieser von Raketen getroffen wird und abstürzt. Bond überlebt das natürlich, sonst wäre es ein ziemlich kurzes Spiel. Er muss sich nun allein an feindlichen Soldaten vorbeischleichen und das ohne eine Kampfausrüstung. In den ersten Minuten heißt es also erst einmal Steuerung kennenlernen und schleichen und beobachten, was das Zeug hält.
Dabei läuft das Spiel auf der Switch 2 flüssig. Grafisch überzeugt das Spiel auf dem kleinen Gerät ebenfalls: Die Stimmung ist dicht und filmisch – von flackernden Lichtern in Forschungsanlagen bis hin zu nervenaufreibenden Kletterpartien über schroffe Felsen. All das wirkt gut in Szene gesetzt. Man darf also gespannt sein, wie sich das über das Gesamtspiel entwickelt.
Alle drei Spiele haben wir in der Docked-Version gespielt, nicht jedoch als Handheld.
Text: Kai und Katharina, Bildcredit Titelbild: Koelnmesse Bilddatenbank
