„Silent Hill: Townfall“ verschärft den Horror aus der Ego-Sicht

Einblick in das neue Silent Hill Townfall. Screenshots/Copyright: Konami Digital Entertainment, Annapurna Interactive, Screen Burn

Mit „Silent Hill: Townfall“ veröffentlicht Konami den dritten Teil innerhalb von drei Jahren in Folge in der beliebten Horror-Reihe. Auf der Gamescom 2026 konnten wir bereits in die ersten 90 Minuten des Spiels reinschnuppern. Das muss man über den neuen Teil wissen:

Wie schon der Vorgänger „Silent Hill f“ im vergangenen Jahr verlässt auch Townfall das einst namensgebende US-Städtchen Silent Hill. Ging es in „f“ noch nach Japan, zieht es den Protagonisten Simon Ordell in das verschlafen wirkende Städtchen St. Amelia in Schottland. Wir befinden uns im Jahr 1996. In der Eingangssequenz ist die raue See zu sehen, Sekundenbruchteile später schießt Simon aus den Wellen scheinbar hervor und klammert sich an den Pier. Er sieht mitgenommen aus; an ihm hängen Schläuche wie aus einem Krankenhaus und sein Handgelenk ziert anscheinend ein Patientenbändchen. Als er wenig später am Ufer erwacht, weiß er nicht, wie er dorthin gekommen ist – eine mysteriöse Stimme in seinem Kopf fordert ihn auf, eine Frau namens Zoe zu finden.

Nach einem kurzen Moment des Innehaltens geht es auch schon los in die Stadt, die in dichten Nebel gehüllt ist. Geschäfte zieren die Straßen, doch sie alle sind verschlossen. Keine Menschenseele ist zu sehen. Wir befinden uns also fast wieder im üblichen Setting. Beim Start erfahren wir Recht schnell, dass wir von einem gewissen Richard in den Ort gerufen worden. Über Zoe erfahren wir, dass sie eine Krankenschwester ist  – doch was sich hinter den beiden verbirgt, bleibt erst einmal buchstäblich im Nebel.

Tragbarer Fernseher CRTV statt Radio bei „Silent Hill: Townfall“

Eine Neuerung bei Townfall ist auch ein tragbarer Fernseher, CRTV genannt. Dieser ersetzt das klassische Radio, das immer rauscht, sobald Gegner in der Nähe auftauchen. Mittels des CRTV lassen sich die Position von Feinden ermitteln, aber auch rätselhafte Signale scannen. Er zeigt nicht nur verzerrte Bilder aus der Vergangenheit, sondern hilft auch dabei, versteckte Hinweise zu finden. Auch Zoe „spricht“ mittels des Gerätes mit uns.

So sieht der CRTV aus. Screenshots/Copyright: Konami Digital Entertainment, Annapurna Interactive, Screen Burn
So sieht der CRTV aus. Screenshots/Copyright: Konami Digital Entertainment, Annapurna Interactive, Screen Burn

Das Spiel verzichtet bewusst auf überladene Action-Sequenzen und setzt stattdessen auf eine dichte, atmosphärische Spannung, die durch das Sounddesign, Lichteffekte und die ständige Bedrohung durch unsichtbare Gefahren aufgebaut wird. Die Gegner verhalten sich nicht nach festen Mustern, sondern reagieren auf Geräusche und Bewegungen und – deutlich mehr als bei den Vorgängern – ist bei Townfall die Stealth-Variante die beste, da wir zu Beginn noch keine Waffe haben, um uns zu verteidigen.

Die Geschichte entfaltet sich nicht linear, sondern in Fragmenten, die die Spieler selbst zusammensetzen müssen – ein Ansatz, der an die besten Teile der Silent-Hill-Reihe erinnert, aber durch moderne Technik und neue Erzählformen noch intensiver wirkt. Zoe scheint in dieser Handlung von Bedeutung zu sein. Immer wieder hören wir ihre Stimme, finden Dinge aus ihrem Leben, sind sogar in ihrer Wohnung. Zoes Geschichte ist untrennbar mit der Stadt verbunden, die offenbar unter einer Epidemie gelitten hat – und mit Simon, auch wenn dieser nicht weiß, wer sie ist.

Townfall ist das erste Silent-Hill-Spiel, in dem wir aus der Ego-Perspektive gegen Kreaturen kämpfen – und im Vergleich zu anderen neueren Titeln wie Silent Hill 2 oder Silent Hill f sorgt der Perspektivwechsel für einige nervenaufreibende Momente. Eine Third-Person-Perspektive macht es etwas einfacher, Angriffen möglicherweise auszuweichen und sich um Gegner herumzubewegen. In der First-Person-Perspektive beschränken sich unsere Möglichkeiten dagegen darauf, der Bedrohung frontal entgegenzutreten oder die Flucht zu ergreifen. Das verleiht jedem Kampf zusätzliche Intensität.

Laut Medienberichten soll auch Townfall wieder mehrere Enden haben – es soll insgesamt fünf geben. Diese hängen vom Spielstil, den gesammelten Informationen und den getroffenen Entscheidungen ab. Dadurch bietet auch dieser Ableger eine hohe Wiederspielbarkeit.

Am 24. September 2026 soll „Silent Hill: Townfall“ erscheinen – und dann werden wir erfahren, welche Geheimnisse sich wirklich im Nebel verbergen.